Ehemaligen GWG - Gutachter Dr. Egon Bachler vor Gericht
München/Salzburg
13.03.2015
Prozess in Salzburg gegen GWG -Gutachter Dr. Egon Bachler
Falsche Gutachten erstellt? Richterin sieht sich unzuständig
Verschiedene Väter, identische Gutachten: Ein ehemaliger Gerichtsgutachter hat sich am Freitag in Salzburg wegen des Vorwurfs der falschen Beweisaussage vor Gericht verantworten
müssen.
Falsche Gutachten erstellt? Richterin sieht sich unzuständig
Der 51-Jährige soll in Obsorge- und Pflegschaftsverfahren in Salzburg und Oberösterreich mit zweifelhaften Methoden gearbeitet und im Zeitraum von 2005 bis 2008 mindestens 13 falsche Befunde erstellt haben.
Der Angeklagte war bis Ende 2009 als Sachverständiger tätig und erstellte damals im Schnitt ein familienpsychologisches Gutachten pro Woche. Es ging vorwiegend darum, welcher Elternteil
für die Obsorge der Kinder geeignet ist. Außerdem ging es um Besuchsrechte, Fremdunterbringung von Kindern und Sachwalterschaften. Insgesamt hat der Mann mehrere hundert Expertisen
verfasst.
Analyse: Gravierende Mängel
Der Berliner Rechtspsychologe Max Steller, der von der Staatsanwaltschaft mit einer Analyse von Gutachten des Sachverständigen beauftragt worden ist, kommt zu dem Schluss, dass die
Expertisen des Mannes gravierende Mängel aufweisen. Der Psychologe habe Mindeststandards nicht eingehalten, eine Nachvollziehbarkeit der Schlussfolgerungen in seinen Befunden sei nicht gegeben.
"Die Gutachten sind formal und inhaltlich völlig unzureichend", schrieb Steller einmal und bemängelte im Prozess, dass Argumentationen fehlen. Der Angeklagte habe Empfehlungen ausgesprochen, aber
keinerlei nachvollziehbare Begründungen dafür geliefert.
Steller wies auch auf viele "marginale Fehler" - falsche Datumsangaben, Rechtschreibfehler, unvollständige Sätze - hin. Zudem seien in zentralen Teilen der Gutachten immer wieder die
gleichen Textbausteine verwendet worden. "Das ist in hohem Maße problematisch." Zugleich ortete Steller eine Ungleichbehandlung von Kindsvater und Kindsmutter zum Nachteil der Väter.
Gutachter verteidigt sich
Während die Staatsanwältin am Freitag für ihr Eröffnungsplädoyer gerade einmal eine Minute brauchte, nahmen sich die beiden Verteidiger des Angeklagten fast eine Stunde Zeit: "Unser
Mandant ist auch heute noch der ehrlichen und wissenschaftlichen Überzeugung, dass die dreizehn hier zur Sprache gebrachten Gutachten richtig sind", sagte einer seiner Anwälte.
Das Verteidiger-Duo versuchte am Vormittag in mehreren Anläufen, den Sachverständigen Steller zu diskreditieren, ihn als befangen zu erklären und ihn in seiner Funktion als Gutachter
abzulehnen. Auch er habe Fehler in seiner Expertise gemacht, sein wissenschaftlicher Ruf sei nicht mit dem des Angeklagten vergleichbar. Die hochstrittigen Verfahren, in die sein Mandant
involviert war, hätten rasche Gutachten erfordert. "Das schließt im Ergebnis aus, dass jene wissenschaftlichen Anforderungen eingehalten werden, die Steller für notwendig hält."
Dem Strafantrag sei auch nicht zu entnehmen, welche unrichtigen Befunde die Gutachten enthalten. "Der Vorwurf, es sei methodisch nicht richtig gearbeitet worden, ist für eine Anklage
nicht geeignet. Ich kann auch mit mangelnder Methodologie zu richtigen Ergebnissen kommen." Zugleich liege ein Streit wissenschaftlicher Schulen vor. Steller sei kein Psychoanalytiker und gar
nicht geeignet, über die Gutachten des Angeklagten zu urteilen.
"Sinnfreie und sinnentleerte Stellen in Gutachten"
Der deutsche Rechtsgutachter setzte sich allerdings zur Wehr: "Ich wurde nicht nach der Richtigkeit des Ergebnisses gefragt, sondern ob inhaltliche Nachvollziehbarkeit und fachliche
Rechtfertigung vorliegen. Sinnfreie und sinnentleerte Stellen in seinen Gutachten lassen sich auch durch unterschiedliche Schulen in der Psychologie nicht erklären", meinte der
Berliner.
Die Richterin lehnte am Freitag übrigens alle Anträge auf Ablehnung von Steller ab. Der Angeklagte selbst bekannte sich nicht schuldig und rechtfertigte sich für seine Gutachten. Was als
transparent und wissenschaftlich gelte, unterliege durchaus einer gewissen Bandbreite. "Ich habe nicht alle Details im Gutachten dargelegt, das war nie gefordert und hätte jederzeit im Rahmen
einer mündlichen Gutachtenerörterung passieren können."
Richterin sieht sich nicht zuständig.
Die Richterin hat am Freitagnachmittag ein Unzuständigkeitsurteil gefällt. Sie war der Ansicht, dass ihre Strafbefugnis als Einzelrichterin in dem Verfahren überschritten wird. "Käme sie
zur Ansicht, dass schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorliegt, dann müsste nämlich ein Schöffengericht urteilen", sagte Gerichtspräsident Hans Rathgeb.
Richterin Martina Pfarrkirchner hatte schon zum Auftakt der Verhandlung am Vormittag klar gemacht, dass ihre sachliche Zuständigkeit keinesfalls klar sei. Die Staatsanwaltschaft gab am
Freitag keine Erklärung zum Unzuständigkeitsurteil ab, die Verteidigung des angeklagten Psychologen hat dagegen berufen. Damit muss das Oberlandesgericht (OLG) Linz klären, ob der Spruch der
Richterin richtig war oder nicht.
Idente Beschreibung in unterschiedlichen Gutachten
Ein betroffener Vater hat sich am Freitag am Rande des Prozesses zu seinen Erfahrungen mit dem angeklagten Sachverständigen geäußert. Der Oberösterreicher - er will anonym bleiben -
meinte, er sei nach seiner Scheidung mit der Hoffnung zum Gutachter gefahren, dass dieser die Wogen glätten könne. "Ich glaubte, dass sein Gutachten etwas zur Rettung der Familie beitragen
kann."
Seine Ex-Gattin hatte damals wegen angeblichen Alleinverschuldens die Scheidung eingereicht. "Ich wollte darlegen, dass dem nicht so war, und habe geglaubt, dass er sich den Fall genau
anschaut. Als ich schließlich das Gutachten bekommen habe, war mein erster Gedanke, über wen schreibt er denn da. Da standen Dinge drinnen, die ich über mich nie gesagt habe." Das Gutachten sei
voller herabwürdigender Äußerungen gewesen, ein Zusammenhang zwischen dem von ihm angeblich oder auch tatsächlich Gesagten und dem Resultat des Gutachtens bestand nicht.
Der Vater eines Sohnes begann im Internet zu recherchieren und stieß auf einen zweiten Betroffenen. Man vereinbarte ein Treffen - und letztlich den Austausch der Gutachten des
Sachverständigen. "Da habe ich bemerkt, dass es sich um Klone handelt. Wir beide wurden wie eineiige Zwillinge beschrieben - inklusive Rechtschreib- und Grammatikfehlern, aber mit ganz
unterschiedlichen Diagnosen am Ende." Der Gutachter habe bei identen Personenbeschreibungen völlig verschiedene Diagnosen gestellt und keinerlei Begründung dafür geliefert."
Skandal bei GWG durch "Dr. Egon Bachler"
GWG Sachverständige Dr Egon Bachler
Dr Egon Bachler: Märchen-Gutachter wirft das Handtuch
Gutachter-Skandal: In Salzburg steht Egon Bachler unter Beschuss
Informationen zur GWG:
Teil I.
Geld zurück von der GWG
http://www.gwg-gutachten.de/pages/Gerichtsurteile/SalzgeberRechnungUrteil01.pdf
http://www.gwg-gutachten.de/pages/Gerichtsurteile/SalzgeberRechnungUrteil02.pdf
Teil II.
http://www.welt.de/welt_print/article2056490/Warum_bayerische_Richter_immer_wieder_denselben_Gutachter_bestellten.html
http://www.moehnle.eu/themen/familie.htm
http://www.welt.de/welt_print/article2056490/Warum_bayerische_Richter_immer_wieder_denselben_Gutachter_bestellten.html
http://www.moehnle.eu/themen/familie.htm
http://www.youtube.com/watch?v=jorrfRK5W8k
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,303090
http://www.kindergefuehle.at/themen/gutachterscharlatanerie/egon-bachler/gwg-gutachter-egon-bachler/
Teil III. A.
Gutachterei und Psychiatriemissbrauch durch die Familienjustiz
"Qualitätssicherung" bei der GWG: Herr Dr. Dr. "Univ. Prag" Salzgeber kennt Herrn Bachler nicht mehr.
http://www.youtube.com/watch?v=jorrfRK5W8k
GWG Königstein
http://www.youtube.com/watch?v=vWmP9Cs6lbY&feature=share
Teil III. B.
GWG Sachverständige Dr Egon Bachler
Dr Egon Bachler: Märchen-Gutachter wirft das Handtuch
http://www.inhr.net/artikel/dr-egon-bachler-maerchen-gutachter-wirft-das-handtuch
Gutachter-Skandal: In Salzburg steht Egon Bachler unter Beschuss
http://www.inhr.eu/artikel/gutachter-skandal-salzburg-steht-egon-bachler-unter-beschuss
http://www.kindergefuehle.at/themen/gutachterscharlatanerie/gwg-gutachter-egon-bachler/
http://www.jameda.de/siegsdorf/psychotherapeuten-psychologen/dr-egon-bachler/uebersicht/80395340_1/
http://www.pointoo.de/poi/Siegsdorf/Dr-Egon-Bachler-1166449.html
http://wikilegia.com/wiki/index.php?title=Bachler
http://www.stadtbranchenbuch.com/traunstein/993932.html
http://branchenbuch.meinestadt.de/traunstein/company/9063262
Siehe auch dazu folgenden Beitrag
ZDF-Sendung: Kampf um das Kind - Teil: 1/2
http://www.youtube.com/watch?v=4h4EZFQ9WA8
ZDF-Sendung: Kampf um das Kind - Teil: 2/2
http://www.youtube.com/watch?v=2SZ76uGMjW4&feature=related
bundesweiter Boykottaufruf
- Keine Begutachtung mehr unter Hinweis auf die
Fundstelle, BVerfG, in: FamRZ 2009 - Heft 10 -, Seite 944
Beschluss
des XII (= 12.) Familiensenats
des Bundesgerichtshofs
vom 17.02.2009
- XII ZB 68/09 -
Vorgeschichte:
Beschluss
des Amtsgerichts Ausgburg
- Familiengericht -
vom 01.04.2008
- 408 F 3674/07 -
Beschluss
des 4. Zivil- und Familiensenats
des Oberlandesgerichts München
- Zweigstelle Augsburg -
vom 26.03.2009
- 4 UF 161/08 -
- siehe auch Anhang 4 -
durch die Privat - Stasi - Zentrale, Hauptzentrale München, unter Schirmherrschaft von Salzgeber & Co.
Siehe auch dazu folgende Beiträge unter dem beigefügten Link:
Priv. Doz. Dr. Werner Leitner
http://www.wernerleitner.de/
Fernsehbeiträge/Radio
http://www.wernerleitner.de/tv.pdf
Vorträge
http://www.wernerleitner.de/vortrag.pdf
GWG Königstein
http://www.youtube.com/watch?v=vWmP9Cs6lbY&feature=share
Schwerer Verdacht gegen Gutachter Haller
Vor nicht allzu langer Zeit flog der Skandal rund um den Gutachter Max Friedrich aus Wien auf. Nun könnte der renommierte Gerichtspsychiater Reinhard Haller bald vor dem Richter landen. Tausende Gutachten sollen falsch sein.